Einrichten im Chesterfield-Look

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Ihnen einen ganz besonderen Stil vorstellen: den Chesterfield-Look.

Diese charakteristischen Möbelstücke stammen ursprünglich aus England und wurden dort in speziellen Manufakturen gefertigt. Typische Merkmale sind eine großzügige Polsterung – vor allem über den abgerundeten Armlehnen – in Falten gelegte Knopfheftung an Rücken- und Armlehnen sowie Ziernägel an der Frontseite. Der Bezug besteht meistens braunes chesterfield-sofa in Loft - homesofaaus braunem, dunkelrotem oder dunkelgrünem Leder. Heutzutage gibt es ebenfalls viele Abwandlungen verschiedener Designer. Manche Ausführungen sind weniger wuchtig, eher schmaler und dezenter und Bezüge gibt es in allen Variationen und Farben von Samtvelours-Bezügen in violett über senfgelb, bis zur Wildlederoptik im „Shabby-Chic“. Gemütliche Ohrensesel in klassischer Linienführung erstrahlen in ganz neuem Glanz durch moderne Bezüge und lassen sich so auch in jungen Wohnungen perfekt kombinieren. Wer den Komplett-Look im Chesterfield-Stil bevorzugt, kann sich eine ganze Garnitur in einheitlichem Design zulegen und z.B. sein Wohnzimmer danach einrichten und kombinieren. Die charakteristische und opulente Garnitur lässt sich hierbei vielseitig und kreativ in Szene setzen.

Klassische Variante in Erdtönen

Wer die ganz klassische Variante in braunem Leder wählt, kann eine Wand in satter, dunkler Farbe streichen, oder eine kräftige Tapete mit Lilienmuster oder ähnliches kombinieren. Die anderen Wände können in gleicher, abgetönter Farbe gestrichen werden, oder einfach weiß bleiben, sodass man sich eine gemütliche Wohnecke schafft. Metallische, schlichte Lampen in schwarz, viele geradlinige Bilderrahmen zu einer Collage an der Wand zusammengefügt und kontrastreiche Kissen wirken besonders modern.

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dunkle Wand – großes Gemälde; ein besonders schönes und neu interpretiertes Wohnbeispiel für den Chesterfield-Look
Cognacfarbenes Chesterfield-Sofa vor dunkler Wand
Cognacfarbenes Leder vor dunkler Wand und Möbeln in starkem Kontrast

 

Klassisches Chesterfield-Sofa in neu interpretierter Einrichtung

Eine weitere Möglichkeit ist es, sein Chesterfield-Sofa zu dezenten Farben, oder gar komplett weißen Wänden zu kombinieren. Stuck an der Decke, an dem ein moderner Kronleuchter hängt, elegante Kerzenhalter und ein Teppich in Vintage-Optik, geben dem Chesterfield-Sofa einen ganz frischen Look. Auf schönem Parkett oder alten Dielen wirkt die Garnitur besonders edel. Ein geradliniger oder runder Tisch mit metallischen Elementen ist ein schöner Kontrast zur Sitzecke.

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Chesterfield-Sofa in Kombination mit Möbeln aus dem „Industrial-Chic“ und anderen Vintage-Stücken
chesterfield-sofa im orientalischen Look
Chesterfield-Sofa mit orientalisch angehauchter Einrichtung kombiniert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die orientalisch angehauchte Einrichtung mit Osmanischem Lampion und Stuck im Kontrast, ergeben ein cosmopolitisches und wanderlustiges Gesamtbild. Die Kombination des Chesterfield-Sofas mit dem Couchtisch im „Industrial-Style“, zusammen mit den vielen Bildern in dunklen Rahmen, zeigen eine loftig-urbane Einrichtung.

 

Außergewöhnliche Chesterfield-Sofas in gemütlicher Umgebung

 

grünes Samtvelours-Sofa in edler Kombination
Grünes, changierendes Samtvelours-Sofa in edler Kombination zu floralem Teppich ergibt eine exotische Optik
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Chesterfield-Sofa in dunklem Samtvelours wirkt besonders modern zu ausgewählten Designerstücken

Wer die jüngere und modernere – aber auch gewagtere – Variante des Chesterfield-Sofas bevorzugt, sollte dieses gekonnt in Szene setzen. Auffälliger, kuschliger Samtvelours kann schnell „puffig“ wirken (es sei denn, Sie möchten gerade diesen Effekt erzielen). Um dies zu umgehen sollten einige Punkte beachtet werden: kombinieren Sie keine plüschigen Kissen, goldene, verschnörkelte Wohnaccessoires oder opulente Gardinen sowie Tapeten. Halten Sie die Umgebung eher schlicht, oder im „Shabby-Chic“. So kommt das Samtvelours-Sofa besonders schön zur Geltung. Grafische Teppiche oder der alte Perserteppich von Oma und moderne, schlichte Deckenleuchten ergeben einen frischen Look. Die Mutigen unter Ihnen können z.B. eine Wand in akzentuierter Farbe streichen, oder diese eher in schlichten, taupefarbenen Tönen oder weiß halten.

 

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Letztendlich gilt: Ein Chesterfield braucht Aufmerksamkeit, aber in der richtigen Dosis! Probieren Sie herum und holen Sie sich Inspirationen. Schöne und moderne Chesterfield-Möbel wie „Manfredo“, „Mario“ oder „Maria“ erhalten Sie auf homesofa.de. Schauen Sie doch mal rein und konfigurieren Sie sich Ihr Traumsofa!

 

 

Vom Tier aufs Sofa – so entsteht Ihre Ledercouch

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wenn auch Sie zu Haus ein Ledersofa oder sogar eine ganze Garnitur stehen haben, haben auch Sie sich vielleicht schon mal gefragt, wie so ein Sofa entsteht. Wie viele Schritte sind nötig, bis das Sofa fertig gestellt ist? Und was ist eigentlich Gerben? Die eine oder andere Frage kann ich Ihnen heute zum Thema Ledersofa beantworten.

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Ich werde Ihnen heute den Weg von der Tierhaut, über die industrielle Verarbeitung in der Gerberei bis hin zum fertigen Sofa, vorstellen.

Zuerst werden die abgezogenen Häute mit dem Fell der Rinder zur Gerberei transportiert. Vor dem Transport müssen diese gesalzen werden, um zu verhindern, dass sie zu faulen beginnen. Nach der Ankunft in der Gerberei werden die Häute erst einmal gewaschen und weichen ein. Die ersten Verunreinigungen werden so entfernt. Nachdem die Haut gequollen ist, werden Kalk und schwefelhaltige Stoffe (Zusammensetzung ist meist Betriebsgeheimnis) hinzugefügt, sodass sich die Haare ablösen. Dieser Vorgang nennt sich Äschern.

Nach dem Äschern werden die immer noch sehr dicken Häute (ca. 1 cm Dicke) gespalten. Hierfür wird das Leder quer gespalten, sodass man zwei Hälften erhält: die Narbenseite und die Fleischseite. Letztere wird weiter zu Velourleder verarbeitet. Genauere Infos können Sie in unserem Blogbeitrag zu Ledertypen nachlesen.

Weiter geht’s also mit der glatten Seite, also der Narbenseite. Diese wird nun in den eigentlichen Gerbvorgang gegeben. Hierbei werden die Häute mit Wasser und weiteren, teilweise chromhaltigen Chemikalien, in eine Trommel gegeben. Ein neueres, umweltschonenderes Verfahren ist die Gerbung mit Olivenöl. Generell entsteht beim Gerbungsprozess sehr viel Abfall, der auch hochgiftig sein kann. In Deutschland gibt es deshalb sehr hohe Umwelt- und Sicherheitsauflagen, damit die Umwelt nicht durch den Aufbereitungsprozess verschmutzt wird. Hierfür müssen Gerbereien z.B. eine eigene Kläranlage betreiben, in der das Abwasser aufbereitet wird. Heutzutage dauert der Gerbungsprozess ca. 24 Stunden. Früher hat dieser bis zu 2 Jahre gedauert. Durch die heutigen technische Mitteln und Maschinen werden alle Prozesse effizient beschleunigt.echtes_leder_logo - homesofa

Nach der Gerbung wird das überschüssige Wasser aus der Haut gepresst. Dieser Vorgang beschleunigt die Trocknung. Für die Trocknung gibt es mehrere Verfahren: entweder werden die bereits gegerbten Häute in der Halle zur Trocknung gespannt und aufgehängt. Dieses Verfahren dauert allerdings bis zu 2 Monate. Die Vakuum-Trocknung ist die kurzweiligste Trocknung. Hierbei werden die gegerbten Häute in ein Behältnis gegeben, indem ein Vakuum entsteht und Wärme zugeführt wird. Dieses Verfahren wird für sehr hochwertige Leder benutzt, die später z.B. Luxusautos auskleiden. Eine weitere Trocknung ist ganz einfach das Föhnen. Hierbei läuft das Leder über ein Band unter einem riesigen Föhn hindurch – ähnlich wie bei der Autowaschanlage.

Nach der Trocknung folgt die Qualitätskontrolle. Nach dem Prozess des Haltbarmachens kann erst beurteilt werden, welche Qualität eine fertige Haut hat. Jetzt werden die Häute nach gröberen Fehlern, wie Narben, Brandzeichen oder Parasitenspuren überprüft und ggf. aussortiert. Wenn die Haut die Qualitätskontrolle überstanden hat, wird sie gefärbt. Nach dem Gerbungsprozess mit chromhaltigen Chemikalien hat das Leder einen hellblauen Stich. Diesen gilt es überzufärben. Dies geschieht vollautomatisch, sodass ein gleichmäßiges Ergebnis erzielt wird. Hierbei sprüht eine Maschine einen Film aus Farbe gleichmäßig auf das ausgebreitete Leder. Anschließend werden die fertigen Leder noch über Nacht in eine Trommel zum „Durchklopfen“ gelegt. An dieser Station werden die Leder noch einmal weich geklopft, sodass sie einen geschmeidigen Griff bekommen. Eine industrielle Gerberei produziert täglich bis zu 1.500 Leder. Hätten Sie’s gewusst?

 

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Kultsessel von Le Corbusier

Nach der Verarbeitung in der Gerberei werden die fertigen Leder im ganzen Stück an den Möbelhersteller geliefert, u.a. auch an Homesofa. Auch hier erfolgt noch einmal eine Qualitätskontrolle, bei der kleinste Fehler entfernt werden, sodass das Sofa später eine ebenmäßige Struktur aufweist. Das große Leder wird auf einen Schneidetisch gelegt und durch einen Laser werden alle programmierten Stücke, die zurechtgeschnitten werden sollen, optimal auf die Haut projeziert, um möglichst wenig Abfall zu generieren. Danach schneidet die Maschine ebenfalls automatisch die Stücke zurecht. Über 200 Einzelstücke werden teilweise für ein hochwertiges Ledersofa benötigt. Für ein Ledersofa wiederum, werden bis zu 7 Häute verwendet.

 

Nach dem Zuschnitt werden alle Stücke per Hand mit einer speziellen Nähmaschine aneinander genäht. Erst später werden z.B. extra auffällige und farblich abgesetzte Ziernähte hinzugefügt. Diese veredeln das Möbelstück schließlich noch und haben nicht die hauptsächliche Funktion, das Sofa zusammenzuhalten. Schließlich wird das komplette Sofa zu Ihnen nach Hause geliefert.

produktbild3_468x220_candy_intermezzo_1Vielleicht haben Sie nun einen kleinen Eindruck und Einblick in die Produktion eines Möbelstücks aus Leder bekommen. Auch industriell ist der Prozess noch relativ aufwendig, doch lange nicht so schädlich für den einzelnen Arbeiter hierzulande, wie z.B. in Marokko. In ausländischen Ledern finden sich oft noch viele giftige Chemikalien und Substanzen wieder. In Deutschland hingegen gibt es strenge Auflagen für Gesundheit und Umwelt, sodass Sie sich beim Kauf eines Deutschen Ledersofas, z.B. von Casanotti, Harvey Benson, Koinor oder W. Schillig, keine Gedanken machen müssen. Diese Hersteller produzieren ausschließlich komplett in Deutschland unter sehr hohen Standards. Hochwertige Sofas der oben genannten Manufakturen erhalten Sie auch bei homesofa.de.

Also, halten Sie beim nächsten Ledersofa die Augen auf und fragen Sie nach!

 

Stoff- & Lederlexikon für Möbel

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

oft gibt es viele Stoff- und Lederangebote und Varaitonen für Ihr Sofa und man weiß vielleicht gar nicht, was all diese Begriffe wie „Anilinleder“, „Semianilinleder“ und andere Fachbegriffe wie „Patina“, bedeuten. Um Ihren nächsten Sofakauf zu erleichtern, möchte ich Ihnen ein Paar Begrifflichkeiten und Qualitäten erklären.

Tierhäute (Leder)

Anilinleder: ist naturbelassenes Nappaleder ⇒ heutzutage ein Sammelbegriff für alle weichen und geschmeidigen Glatteleder aller Tierarten; Anilinleder gilt als das hochwertigste Leder und wird natürlich weiterverarbeitet, sodass die Hautporen geöffnet bleiben. Dies ermöglicht einen besonders guten Wärmeaustausch. Naturmerkmale des Tieres und Farbunterschiede bleiben oftmals erhalten.

Semianilinleder: dieses Leder erhält eine leichte Farbschicht, sodass die natürliche porige Oberfläche nicht komplett überdeckt wird, sondern nur geschützt wird.

Pigmentiertes Nappaleder: dieses Material wird vollständig mit Farbe überdeckt – also pigmentiert. Hierbei entsteht ein hoher Schutz für das Leder gegenüber vielen umweltlichen Einflüssen, wie Licht, Schweiß und Reibung. Naturmerklmale sind kaum mehr erkennbar. Dieses pigmentierte leder wird oft in Autos eingesetzt, da hier eine besonders hohe Belastung besteht.

Rauleder (Nubuk & Velours): Rauleder haben eine mehr oder weniger samtige Oberfläche durch Aufrauen. Vor der weiteren Verarbeitung wird eine Haut vorerst gespalten. Das heißt, dass die äußere, sichtbare Schicht (Narbenseite) von der inneren Seite (Fleischseite) aufgrund seiner Dicke, abgespalten wird. Hier bestehen Unterschiede in der Qualität sowie Reißfestigkeit. Richtiges Nubukleder wird von der Narbenseite her angeschliffen und erhält dadurch eine sehr samtige Struktur. Veloursleder ist aufgerauter und oftmals vom Teil des Fleischspalts.

Generell gilt: je offener und unbehandelter die Struktur bzw. je weniger pigmentiert, desto hochwertiger das Leder.

gebrauchstbedingte Patina: diese Patina kann nach einiger Zeit, oder einigen Jahren aufgrund des Gebrauchs des Ledermöbels auftreten. Vor allem Anilinleder (siehe oben) erhält diese natürliche Patina schneller, als pigmentierte Leder. Man erkennt sie an sich dunkler oder glatter verfärbten Stellen und Abdrücken. Bei Oldtimern z.B. gilt diese Patina als eine Art „Veredelung“. Reißen sollte das Leder allerdings nicht!

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Auch bei den Stoffen für Möbel ergeben sich viele Unterschiede. Die wichtigsten möchte ich Ihnen vorstellen.

Wenn man über sogenannte Flachgewebe spricht, meint man eben Stoff. Dieser unterliegt – vor allem bei Möbeln – gewissen Qualitätsstandards: z.B. Scheuertouren. Soll heißen, wie beständig der Stoff auf Reibung reagiert. Ein Teststoff und ein Gewebe werden dazu so lange aneinander gerieben, bis maximal drei Fasern eines Flachgewebes zerstört sind. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) fordert als Standard für die Erteilung ihres Qualitätssiegels 10.000 Scheuertouren. Höher ist also immer besser!

Stoffbezüge bestehen oft aus verschiedenen Zusammensetzungen aufgrund der Scheuerfestigkeit und anderen positiven Eigenschaften, die ein Sofa mit sich bringen sollte.

Naturfasern

Baumwolle: Baumwolle ist sehr angenehm auf der Haut, sehr saugfähig und doch hygienisch. Im Gegensatz zu anderen Stoffen, hat sie leider kaum Lichtbeständigkeit, sodass sie nicht direktem Licht ausgesetzt werden sollte.

Leinen: wirkt kühlend und trocknet schnell. Außerdem weist Leinen sehr gut Schmutz ab und ist somit realtiv pflegeleicht. Eine weitere tolle Eigenschaft ist, dass es sich kaum elektrostatisch auflädt. Ein Nachteil ist allerdings die hohe Knitteranfälligkeit.

Wolle (tierisches Haar): durch die hohe Rücksprungkraft von Wolle bilden sich so gut wie keine Knitterfalten. Wolle ist sehr atmungsaktiv, was bedeutet, dass auch der Feuchtigkeitsaustausch sehr hoch ist und sie von natur aus selbstreinigend wirkt. Im Winter wärmt sie, im Sommer klebt sie nicht unangenehm auf der Haut. Desweiteren ist Wolle schmutzabweisend.

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Chemiefasern

Oft denkt man bei Chemiefasern an „billiges Zeug“ – vor allem bei Polyester und alles was in diese Stoffgruppe zählt. Dies ist aber ein Irrglaube, da es heutzutage schon sehr hochwertige und auch funktionelle Polyesterstoffe gibt, wie z.B. in der Sportbekleidung. Außerdem bringt es praktische Eigenschaften mit sich – die Mischung macht’s also!

Polyesterstoffe: Polyesterstoffe werden synthetisch hergestellt. Polyester nimmt so gut wie keine Feuchtigkeit auf, bzw. gibt diese sehr schnell wieder ab. Hinzu kommt eine hohe Elastizität – also kaum Knitteranfälligkeit – und die sehr gute Lichtbeständigkeit. Im Materialmix gekonnt eingesetzt, wertet es also z.B. die Eignschaften von baumwolle und anderen Stoffen auf.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen grundlegenden Informationen den nächsten Möbelkauf zu erleichtern und auch die Entscheidung zwischen Leder- und Stoffbezug.

Probieren Sie doch mal etwas Neues!

 

 

 

 

 

 

 

Pflegetipps für Stoff- & Ledergarnituren

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie alle Informationen über die richtige Pflege Ihres Leder- oder Stoffsofas. Wer folgende Punkte beachtet und unsere Tipps zur richtigen Pflege mehr oder weniger regelmäßig anwendet, wird lange etwas von seinem Möbelstück haben.

Generell gilt: Schützen Sie Ihre Leder- und Stoffmöbel vor direkter Sonnen- und Halogeneinstrahlung sowie heißen Wärmequellen. Behandeln Sie es bitte nie mit aggressiven Fleckentfernern, Lösungsmitteln, Terpentin oder Schuhcreme, da diese Mittel die Farbe des Leders oder Stoffes lösen und so irreparable Schäden entstehen können. Achten Sie – vor allem bei Ledermöbeln – auch auf eine angenehme Luftfeuchtigkeit.

Lederpflege

Bitte bedenken Sie, dass es sich bei Leder um ein gewachsenes Material handelt, was bedeutet, dass keine Haut der anderen gleicht. Struktur- und Farbabweichungen sowie Naturmerkmale sind demzufolge keine Schönheitsfehler, sondern Charakteristika und machen jedes Ledermöbel zum Unikat.

Naturbelassenes Nappaleder (Anilinleder) gilt als das qualitativ hochwertigste Leder. Dieses Leder ist im Gegensatz zu anderen Ledern relativ lichtempfindlich. Mit der Zeit entwickelt es eine gebrauchsbedingte Patina. Einmal die Woche sollten Sie die Ledercouch mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abstauben und Fettrückstände der Haut entfernen, denn auch die können Ihrer Ledergarnitur schaden.

Andere, weiterverarbeitet Leder, wie Semianilinleder oder pigmentiertes Nappaleder, sind robuster und durch die schützende Deckschicht weniger schmutz- und lichtanfällig. Nappaleder sollte regelmäßig mit einem weichen Tuch von Staub befreit und ggf. mit einem speziellen Lederreiniger behandelt werden: so lässt sich auch angetrockneter Schmutz leicht entfernen.

Eingefärbte Nubuk und Velours (Rauleder) wirken besonders farbintensiv. Lederstruktur und Naturmerkmale bleiben durch die offenporige Spezialfärbung erhalten, das Leder ist jedoch auch pflegebedürftiger und lichtempfindlich. Mit der Zeit entwickelt das Material eine natürliche Patina. Ihr Rauledersofa sollten Sie von Zeit zu Zeit vorsichtig absaugen. Speckige Stellen können Sie mit einer Gummibürste oder einem speziellen Nubuktuch wieder aufrauen.

Für intensive Pflege empfehle ich eine professionelle Lederpflege. Am besten achten Sie darauf, dass das Pflegemittel aus natürlichen Grundprodukten, wie zum Beispiel tierischen und pflanzlichen Ölen, Fetten oder Harzen besteht. Beachten Sie dabei immer die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung. Nach der Behandlung sollten Sie alles gut trocknen lassen.

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Regelmäßige Pflege verlängert vor allem die Lebensdauer Ihrer Ledergarnitur und lässt sie lange schön aussehen. Eine Ledercouch enthält durch ihr natürliches Material auch eine natürliche Feuchtigkeit. Um diese zu erhalten, pflegen Sie Ihr Ledermöbel circa zweimal im Jahr und geben Ihrem Möbel somit die verlorene Feuchtigkeit wieder zurück.

Stoffbezüge

Naturfasern sind oft lichtempfindlicher als synthetische Fasern. Bitte berücksichtigen Sie bei der Platzierung Ihres Polstermöbels die Zusammensetzung des Bezugs. Die Wirkung der Farben Ihres Möbelstücks wird sich im Laufe der Zeit immer verändern, da es keinen Stoff gibt, der gegen Licht resistent ist.

Microfaserstoffe und Flachgewebe können nach einiger Zeit im Gebrauch sogenanntes Pilling bilden. Durch das Zwirbeln loser Fadenteilchen oder durch Fremdfasern können sich eben diese Pills auf der Oberfläche bilden, die aber mit einem Fusselrasierer leicht zu entfernen sind. Zur Pflege von Microfaserstoffen verwenden Sie am besten eine harte Naturbürste.

Als Velours werden alle Stoffe bezeichnet, bei denen Flor (Natur- oder Chemiefasern) in das Grundgewebe eingewebt wird. Durch Körperdruck, – Feuchtigkeit und -wärme kann sich der Velours verändern – so genannte „Sitzspiegel“ entstehen. Diese stellen jedoch keine Qualitätsminderung dar. Eventuell auftretende Flockverklebungen – punktuelle Faserverklebungen durch zuckerhaltige Lebensmittel o.ä. – können leicht mit einem feuchten Leder entfernt werden.

Allgemeine Pflegehinweise für Stoffbezüge

Durch eine gewisse „Möbel-Hygiene“ können Sie Ihre Polstermöbel vor hartnäckigen Verschmutzungen und Schäden, z.B. durch Sandkörnchen, schützen. Reinigen Sie die Polster einfach regelmäßig und vorsichtig mit der Polsterdüse Ihres Staubsaugers (für Florgewebe bitte eine Düse mit weichen Borsten verwenden) und/oder bürsten Sie den Bezug mit einer weichen Bürste in Strichrichtung ab.

Um die Fasern des Materials elastisch zu halten empfehle ich zudem, die Polster von Zeit zu Zeit mit einem handfeuchten (aber nicht nassen!), sauberen Leder ganzflächig von Naht zu Naht abzuwischen. Verwenden Sie dabei ca 30 °C warmes, destilliertes Wasser und sorgen Sie anschließend für schnelles, unbelastetes Trocknen. Am besten prüfen Sie vorab an verdeckter Stelle die Farbechtheit des Stoffes.

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Also, probieren Sie es doch mal mit Gemütlichkeit!